Beckenbodenkonzept

Balance ist das große Thema des Beckenbodens auf körperlicher und psychischer Ebene: das Halten und das Loslassen, das Abgrenzen und das Einlassen.

Der Beckenboden verschließt das Becken nach unten und trägt und hält die darüber liegenden Organe. Gleichzeitig benötigen die Schließmuskeln von Blase und Darm die Fähigkeit zur Entspannung, damit sie sich entleeren können. Alle körperlichen Funktionen des Beckenbodens sind auch psychische Fähigkeiten. Die individuelle Ausgewogenheit dieser Fähigkeiten unterstützt die Beckenbodenarbeit und ist eine große Chance, wieder mehr mit den eigenen Bedürfnissen in Kontakt zu kommen.

Mir ist es ein großes Anliegen, das Prinzip zu vermitteln, wie der Beckenboden arbeitet.
Jeder denkt beim Beckenboden an fehlende Kraft. Aber es geht nicht nur darum, Kraft zu gewinnen, sondern auch um Entspannung und Dehnung der Beckenbodenmuskulatur. Manche Menschen haben zu wenig Spannung, manche zu viel. Und zu viel bedeutet trotzdem nicht gleich Kraft! Jeder Muskel braucht unterschiedliche Anforderungen: Anspannung, Entspannung und Bewegung.

Der Beckenboden kann nur so gut funktionieren wie das Zusammenspiel von Bauch, Rücken und den Beckenorganen. Deshalb ist es wichtig, den Beckenboden als Teil des großen Ganzen zu sehen und entsprechend den gesamten Körper zu behandeln.

Nur ein elastischer, beweglicher Beckenboden ist auch kraftvoll! Daraus folgt, dass ein ständiges Anspannen nicht produktiv ist, im Gegenteil: ein hoher Tonus kann entstehen oder eine dauerhaft überlastete Muskulatur.

Die Beckenbodenmuskulatur arbeitet hauptsächlich reflektorisch exzentrisch und braucht auch beim Üben genau diese Ansprache. Für dieses Training orientiere ich mich an dem Konzept von BM-Balance: www.bm-balance.at

BM – BALANCE

Moderne Prävention & Rehabilitation für Blase und Beckenboden

BM-Balance ist ein einzigartiges und ganzheitliches Behandlungskonzept um Beschwerden rund um Blase und Beckenboden vorzubeugen oder zu beseitigen.
Nahezu jeder Mensch hat früher oder später einmal Probleme mit dem Blasen-Harntrakt bzw. den Beckenorganen – sei es in Form von Entzündungen, Organsenkungen, Gewebsveränderungen (wie z.B. Zysten) oder auch gut- bzw. bösartigen Tumoren.
Neben anderen Beschwerden kann dies je nach Ursache zu funktionellen Störungen des Speicher-, Schließ- oder Auslassmechanismus‘ des Blasen-Harntrakts führen.
Während gängige Behandlungskonzepte sich oft nur auf die Beckenbodenmuskulatur und deren Kräftigung konzentrieren, geht BM-Balance weit darüber hinaus. Bei diesem Konzept werden auch die umgebenden Strukturen unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht und behandelt.
In die Therapie fließen dabei Kenntnisse aus der Manuellen Therapie, der Osteopathie, der Reflexzonentherapie sowie verschiedenen Naturheilverfahren ein.

Indikationen:

  • ungewollter Urinverlust durch Belastungs-, Dranginkontinenz oder Reizblase
  • Beschwerden nach gynäkologischen OPs z.B. Gebärmutteroperationen
  • Lageveränderungen von Gebärmutter und Blase
  • Verwachsungen und Narben im Bauch-, Becken und Dammbereich
  • wiederkehrende und chronische Blasenentzündungen
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
  • Enddarmprobleme wie z.B. Hämorrhoiden

(Textquelle: www.bm-balance.at)

Neben BM-Balance habe ich mich mit weiteren unterschiedlichen Konzepten beschäftigt u.a. mit Susanne Kitchenham , Margarita Klein, Eric Franklin und Yoga für den Beckenboden.

Daraus sind sieben Bausteine entstanden, auf denen mein ganzheitliches Beckenbodenkonzept beruht:

  1. Aufrichtung und dynamische Haltung im Alltag und Sport
  2. Beweglichkeit für den Beckenboden und den ganzen Körper
  3. freie Atmung & Bewusstsein (erhöhte Spannung senken)
  4. Kraft: den Beckenboden reflektorisch reagieren lassen
  5. Entspannung , Umkehrhaltungen, Pausen
  6. Hinweise bei Belastungsinkontinenz und Enddarmproblemen! (Verhalten auf der Toilette etc.)
  7. Balance/psychische Haltung

Auch die Osteopathie hat in der Beckenbodentherapie einen hohen und sehr hilfreichen Stellenwert: Mit osteopatischen Techniken kann ich Ursachen und weiterlaufende Beschwerden erkennen und behandeln. So kann z.B. die Beweglichkeit der Beckenorgane verbessert werden.
Körper und Psyche haben im Beckenboden eine starke Verbindung. Sprüche wie: ich hänge durch, bin wieder auf dem Damm, unter Druck…etc. beziehen sich darauf.
Im Beckenboden werden Erlebnisse gespeichert, die mit Kraft und Lust, aber auch mit Selbstbehauptung und Grenzüberschreitung zu tun haben. Verletzungen in dieser Region, können das Gewebe sehr nachhaltig beeinflussen.
Hier kann eine Cranio/SEE Behandlung (siehe dort) sehr sinnvoll sein, um z.B. traumatische Geburtserlebnisse zu verarbeiten.

Neben der Einzeltherapie biete ich einen Kompaktkurs und ein Training für den Beckenboden an.

Kontakt:
Bettina Schnabel  o  Praxis für Osteopathie, Spiraldynamik und ganzheitliche Beckenbodentherapie
o  Moltkestr. 56  o  20253 Hamburg  o 040-27 80 87 38  o  0173-245 07 08  o info@bettina-schnabel.de